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Selbstbestimmtes Zusammenleben für Familie Omoroghomwan!!

Montag, 10. November 2008

Selbstbestimmtes Zusammenleben für Familie Omoroghomwan!!
The VOICE und Karawane fordern ein Ende mit den Polizeischikanen gegen Claudia Omoroghomwan und ihre Mädchen

Der psychische Druck auf die Mädchen und für ihre Mutter geht leider weiter, und wird erst dann enden, wenn sich die Ausländerbehörde und das Jugendamt endlich auf eine Abmachung mit der Familie einlassen, bei der diese selbstbestimmt über ihr Leben bestimmen kann. Leider war dies nicht der Fall, und die Behörden haben erneut die Polizei eingeschaltet, und sogar ins Krankenhaus geschickt, wo Frau Omoroghomwan eben von ihrem Sohn entbunden hatte.

Die jüngste Sachlage sah so aus, dass die Mädchen von Frau Omoroghomwan mit ihr gemeinsam wieder im Lager in Posseck lebten, weil dies die einzige Bedingung war, unter der das Jugendamt akzeptierte, dass die Mädchen bei Frau Omoroghomwan blieben. Die Mädchen wollten auf keinen Fall wieder in das Kinderheim in Markneukirchen, wo sie getrennt von der Mutter lebten und ein anonymer Vormund für sie zuständig war.Jedoch bedeutete auch das Lager Posseck ein Trauma für die Mädchen von Frau Omoroghomwan, denn in der ehemaligen Kaserne, die isoliert im Wald gelegen ist, und in der sie schon seit dem Jahr 2006 zubringen mussten, sind sie die einzigen größeren Kinder und haben keinen Kontakt zu anderen Familien.

Frau Omoroghomwan musste dann in dieser Woche zur Entbindung in die Klinik weg aus Posseck. Immer wieder war vom Jugendamt und Vertretern von lokalen NGOs der „Vorschlag“ an die Familie herangetragen worden, dass die drei Mädchen während der Entbindung und in der Zeit danach für einige Wochen wieder in ein Kinderheim gehen sollten. Später könnten dann Mutter und Mädchen eine gemeinsame Wohnung beziehen. Das lehnte die Familie jedoch immer wieder ab, denn die Mädchen wollten auf keinen Fall in ein Heim und lieber von ihnen vertrauten Menschen betreut werden. Frau Omoroghomwan hatte sich gewünscht, dass ihre Mädchen in der Zeit, in der sie in der Klinik bleiben muss, gemeinsam von ihrem Freund und einer Freundin von ihr betreut würden, und hatte dies auch in Gesprächen mit dem Jugendamt und der NGO-Gruppe geäußert. Frau Omoroghomwan hatte den Eindruck, dass ihr von Seiten des Vormunds und den NGO-Vertretern nicht widersprochen wurde.
Es zeigte sich jedoch, dass dieser Vorschlag in Wahrheit nicht in Erwägung gezogen worden war. Erst zwei Tage vor der Geburt wurde klar, dass das Jugendamt in jedem Fall plante, die Mädchen in ein Kinderheim zu bringen, wenn Frau Omoroghomwan in die Klinik käme.

Als am Donnerstag Mittag bei Frau Omoroghomwan die Wehen einsetzten, sorgte sie dafür, dass die Kinder an einem geschützten Ort bei zuverlässigen Menschen untergebracht waren, um sie nicht allein im Heim zurückzulassen und sie nicht weiteren polizeilichen Zwangsmaßnahmen auszusetzen. Das Jugendamt zeigte sich jedoch sofort alarmiert, als es erfuhr, dass die Mädchen nicht mehr im Flüchtlingsheim waren.

In komplizierten Verhandlungen mit dem Jugendamt-Vormund konnte Frau Omoroghomwans Freund, der werdende Vater, der sich auf dem Weg von Berlin zum Krankenhaus in Plauen befand, erreichen, dass er selbst mit den Mädchen in Posseck bleibt. Die Geburt jedoch war schwierig und zog sich über mehrere Stunden hin, so dass der Vater des Neugeborenen in dieser Nacht zu erschöpft war, um die Mädchen noch abzuholen und nach Posseck zu fahren.
Wiederum kam Panik beim Jugendamt auf, und wieder wurde die Polizei eingeschaltet, die nicht nur Frau Omoroghomwan im Krankenhaus aufsuchte, um sie zu drängen, den Verbleib der Mädchen zu nennen, sondern darüber hinaus zwei Privatwohnungen in Reichenbach durchsuchte, wo man die Kinder vermutete.

Durch dieses Vorgehen ist das Verhältnis des Jugendamtes zu der Flüchtlingsfamilie Omoroghomwan wieder äußerst angespannt, und der psychische Druck auf Frau Omoroghomwan und ihre Mädchen geht weiter. Deren UnterstützerInnen und Angehörige, sowie The VOICE und Die Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen fordern das Jugendamt auf, endlich die Polizei aus dem Spiel zu lassen, und den Willen der Mädchen sowie der Mutter Frau Omoroghomwan zu respektieren. Es fragt sich,

  • wieso eine fremde Betreuung für die Mädchen durchgängig mit „Kindeswohl“ gleichgesetzt wird, während diese Mädchen ständig beteuern, dass sie nicht in ein Kinderheim möchten und von Frau Omoroghomwan oder ihnen vertrauten Personen betreut werden wollen.
  • warum sich die das Jugendamt im Vogtlandkreis derart um den Verbleib der Mädchen sorgt, und sich zugleich nicht im geringsten Sorgen um deren soziale Lage im Flüchtlingsheim Posseck macht.
  • welche Befugnis ein Vormund hat, auf Kinder aufzupassen, wenn diese sich dauerhaft weigern, von ihm betreut zu werden
  • grundsätzlich, ob das Jugendamt mit derselben Unbefangenheit wiederholt die Polizei einschalten würde, wenn es um den Verbleib von Kindern deutscher StaatsbürgerInnen ginge
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  • ob endlich seitens des Jugendamtes die psychologische Auswirkung von Polizeiverfolgungen auf die Mädchen berücksichtigt wird, oder ob nur der Widerstand von UnterstützerInnen bewirken kann, dass man bei diesem Jugendamt anfängt, menschlich und angemessen mit Minderjährigen umzugehen

Wir fordern ein Ende mit den Polizeischikanen!
Wir fordern Sicherheit für die Mädchen, dass sie bei Frau Omoroghomwan bleiben können!
Die Kinder haben immer wieder deutlich gemacht, dass sie unter keinen Umständen wieder in ein Kinderheim möchten. Diese Androhung muss endlich aufhören!
Frau Omoroghomwan muss sich erholen können ohne weiteren psychischen Belastungen ausgesetzt zu sein!
Schließlich soll die Familie endlich eine eigene Wohnung in Reichenbach erhalten, um zur Ruhe zu kommen!

Sendet Faxe und Briefe an die zuständigen Behörden!
AL Jugendamt Dr. Berthold Geier, Postplatz 3, 08468 Reichenbach
Tel: 03765-53 3300 oder 0171/7271969, Fax: 03765-53 43301,
geier.berthold@vogtlandkreis.de

Landesdirektion Chemnitz Leiter Abteilung 2 - Inneres, Soziales und Gesundheit
Philipp Rochold, Tel: 0371-532 12 00, Fax: 0371-532 12 03,
philipp.rochold@ldc.sachsen.de

Zur Kenntnisnahme: Amtsgericht Plauen – Familiengericht
Telefon: 03741 / 10-0, Fax: 03741 / 10-1404

Kontakt: Yufanyi Mbolo

The VOICE Göttingen/Berlin.
Handy:+49 (0)170/8788124
Fax: +49 (0)551/58898

How often must the family repeat that they are not going to allow to be separated again!
Statement to the press about the court hearing on Claudia Omoroghomwan family
Claudia Omoroghomwan - The Caravan Solidarity Appeal from Hamburg
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http://thevoiceforum.org
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The VOICE Forum Göttingen,
Geismarlandstr. 19
37083 Göttingen
Tel.: +49 (0)551/58892
Fax: +49 (0)551/58898
E-mail: The_voice_goettingen@gmx.de
Bankverbindung: Kto.Nr.: 127 829, BLZ: 260 500 01, Sparkasse Göttingen

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Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

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