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Abschiebung am frühen Morgen des 4. November aus Mannheim

By kandolo, 18 November, 2008

aus indymedia

In Ludwigshafen hat es wieder einmal einen besonders krassen Fall einer brutalen Abschiebung durch die dortige Ausländerbehörde gegeben.

Am frühen Morgen des 4. November wurden nach 17 (!) Jahren Aufenthalt in Deutschland eine schwer herzkranke Mutter und vier ihrer fünf Kinder nach Pristina in Südserbien (nach unseren Informationen ohne "Ausreise-Aufforderung)abgeschoben.

Nach einem Artikel in der Zeitung „Die Rheinpfalz “ vom 5. November hatte das Diakonische Werk der Pfalz der Ausländerbehörde Ludwigshafen eine Liste mit 40 Härtefällen von geduldeten Asylsuchenden vorgelegt.

Hinter den meisten Fällen stehe eine ganze Familie. Damals sei vereinbart worden, die „Kommunikation über den Stand dieser Fälle aufrechtzuerhalten.
Das sei bei der Familie Berisha jedoch nicht geschehen!
(„Die Rheinpfalz“ vom 5.11.2008).

Die jetzt abgeschobene Familie gehört der Minderheit der Roma/Ashkali an. Daher ist sie jetzt besonders gefährdet.

Die imperialistische deutsche Außen- und Kriegspolitik ist wesentlich verantwortlich für die Ursachen von Verfolgung und Flucht vieler Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien.

Die Rücksichtslosigkeit gegenüber Menschen aus dieser Region setzt sich in Abschiebungen von selbst Jahre lang in Deutschland lebenden Flüchtlingen fort.
Besonders zynisch erscheint dies angesichts der Tatsache, dass Angehörige von ethnischen Minderheiten im Falle einer Abschiebung im Kosovo keine oder kaum Existenzmöglichkeiten haben.

Zusätzlich sind sie durch die besonders von der deutsche Außenpolitik jahrelang geschürten Konflikte (zur Kriegseskalation durch Waffenlieferungen an sezessionistische und völkische Kräfte) zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen im ehemaligen Jugoslawien (Ethnisierung der Politik) extrem gefährdet.
Dies trifft besonders für die Gruppen der Roma und Ashkali im Kosovo zu.

Auch auf Angehörige dieser Gruppen hat es im Kosovo immer wieder schwer wiegende Angriffe von völkisch-nationalistischen Kosovo-Albanern gegeben (Ermordung von 2000 und Vertreibung von über 150 000, Pogrome 2004). Der jetzige Präsident Taci ist ein Kriegsverbrecher und nachweislich mitverantwortlich für die Entführung von Serben und Roma aus dem Kosovo zum Zweck der Organentnahme und des maffiösen Organhandels.
Für diese Minderheiten existieren faktisch kein Zugang zu Arbeit, Bildung und Gesundheitsversorgung . Zudem droht dort alleinerziehenden Frauen ohne Rückhalt durch einen Familienverbund die soziale und wirtschaftliche Isolation.

Wir fordern, dass die abgeschobene Familie Berisha sofort wieder nach Deutschland einreisen und hier bleiben kann!

Wir fordern darüber hinaus die Stadtverwaltung und die Ausländerbehörde Ludwigshafen auf, ihre Praxis hinterhältiger Abschiebungen zu beenden!

Uneingeschränktes Bleiberecht!
Keine Abschiebungen, keine Abschiebehaft!

weitere Infos und Presse-Berichte
www.buendnisgegenabschiebungenmannheim.com

Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:

Förderverein Karawane e.V.

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GLS Gemeinschaftsbank eG

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