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Solidaritätserklärung vom Karawane Treffen mit Ebs

1. Erklärung vom bundesweiten Treffen des KARAWANE Netzwerks, 15. August 2010

Mehr als 40 TeilnehmerInnen und Delegierte aus 12 Bundesländern haben sich am 14/15 August in Hamburg getroffen und verschiedene Planungen und Aktionen diskutiert und beschlossen. Insbesondere die Teilnahme vieler AktivistInnen aus verschiedenen Lagern und die schockierenden Berichte über die staatlich organisierte Isolation, Mißhandlungen und Erniedrigungen haben den Focus und zukünftige Planungen auf den Widerstand gegen das deutsche Lagersystem gerichtet.

In Kürze werden wir mehr Informationen und Aufrufe verbreiten.
Unsere 1. Erklärung ist eine Solidaritätsbotschaft an unseren langjährigen Aktivisten um den Kampf für eine gerechte, bessere Gesellschaft, Ebs Eberl – Mitbegründer der KARAWANE München.

Lieber Ebs,

Die bundesweite Versammlung des KARAWANE Netzwerks drückt ihre Solidarität mit Dir aus und verurteilt die Strafverfolgung gegen Dich als Teil einer politisch motivierten Praxis derjenigen, die es auch für gut befinden, Menschen in Lagern zu isolieren, Kriege zu führen und Geschäfte mit Waffen zu machen.

Protest gegen das NS-Kriegsverbrecher-Pfingstreffen der Gebirgsjäger in
Mittenwald. Vorwurf: „Gefährliche Körperverletzung“ mit einem Plastikstuhl
an einem Mittenwalder Dorfnazi, nach eigener Aussage Mitglied der NPD.
Sie hetzen, schlagen und morden und wenn wir sie treffen, sollen wir beiseite sehen.

Protest gegen einen Auftritt des Organisators der
NATO-Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, im Eine Welt Haus. Vorwurf:
Körperverletzung an Ischinger sowie Verstoß gegen das Versammlungsgesetz
durch Störung einer Versammlung.

Sie werfen Bomben und töten in Massen und wollen bei ihren Kriegsgeschäften auch noch ungestört bleiben.

Protest gegen das öffentliche Rekrutengelöbnis der Bundeswehr am
Marienplatz. Vorwurf: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte bei der
Festnahme.

Sie schwören für die deutschen Machtinteressen zu morden und zu sterben und alle sollen zu dieser Großdummheit applaudieren

Anti-Lager-Aktionstage des Netzwerks „Deutschland Lagerland“. Vorwurf:
Beamtenbeleididung, da ich einem Bullen wegen der Festnahme eines
Flüchtlings aufgrund von Verstoß gegen die
„Residenzpflicht“-Landkreisbeschränkung die Durchführung von
„rassistischen Maßnahmen“ vorgehalten haben soll.
Die Residenzpflicht sowie hunderter weitere Sondergesetze und Verfahrensausführungen sind rassistische Maßnahmen diese jedoch sollen wir als demokratisch und zivilisiert betrachten.

All dies widerstandslos weiter geschehen zu lassen kann kein Mensch von uns erwarten.
Wir haben in vielen dieser Kämpfe für Gerechtigkeit und Menschenwürde zusammen gestanden so wie wir es in der Zukunft werden.
Die würdigen Menschen in Bayern können stolz auf einen aufrechten Streiter wie Dich sein. Wir erwarten nicht, dass das Gericht dies erkennen will - die Möglichkeit hätte es.
Wir stehen fest an Deiner Seite
bundesweites KARAWANE Treffen
Hamburg, 14/15 August

Aufruf zur Solidarität im Prozeß gegen Ebs