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Verhindert die drohende Abschiebung von Andre Aragoli in den Iran!

Hintergrund und Musterfaxe zum download

Seit Montag dem 18.07.2005 sitzt Andre Aragoli in Abschiebehaft in der JVA Kassel. Im Falle einer Abschiebung droht Andre Aragoli, der aufgrund seiner Homosexualität aus dem Iran floh, im Iran die Todesstrafe. Am 20. Juli 2005 wurden gerade erst zwei jugendliche Homosexuelle in der Stadt Mashhad im Osten Irans hingerichtet.

Hintergrund

Andre Aragoli ist 32 Jahre alt und iranischer Staatsangehöriger. Seit 2002 ist er in Deutschland und hat hier einen Antrag auf Asyl wegen seiner Homosexualität gestellt.

Am 11. Oktober 2004 hat das Verwaltungsgericht Kassel seine Klage gegen die Ablehnung seines Asylantrags abgewiesen mit der Begründung, dass ihm als Homosexueller im Iran keine politische Verfolgung droht.

Mittlerweile hatte Andre den 39 jährigen griechischen Schriftsteller Takis Sampsounis kennengelernt. Die beiden verliebten sich in einander und gründeten eine häusliche Lebensgemeinschaft die bis heute anhält. Außerdem möchte er mit ihm eine Lebenspartnerschaft eingehen. Das Standesamt Frankfurt am Main und die Ausländerbehörde in Korbach sorgten in gemeinsamer Absprache dafür, dass die Eintragung der Lebenspartnerschaft verhindert wurde.

Seit Montag dem 18.07.2005 sitzt Andre Aragoli in Abschiebehaft in der JVA Kassel. Im Falle einer Abschiebung droht Andre Aragoli im Iran die Todesstrafe. Am 20. Juli 2005 wurden gerade erst zwei jugendliche Homosexuelle in der Stadt Mashhad im Osten Irans hingerichtet.

Wir rufen daher dringend zur Unterstützung von Andre Aragoli auf. Dazu bitten wir Sie ihre Möglichkeiten zu nutzen, dem Fall eine möglichst breite Öffentlichkeit zu verschaffen.

Wir können Andres Leben noch retten.

aktuelle Infos sowie Musterfaxe auf der Kampagneseite

Lebenspartnerschaft in Frankfurt verhindert!
Drohende Abschiebung von Andre Aragoli in den Iran!

Ich:
Takis, Grieche, in Darmstadt geboren und in
Deutschland aufgewachsen, 39
Jahre alt.

Mein Freund Andre:
Armenier, in Teheran geboren und aufgewachsen, 32 Jahre alt, iranischer
Staatsangehöriger, seit April 2002 in Deutschland, Asyl beantragt Aufgrund seiner Homosexualität.

Anfang 2004 lernte ich Andre kennen. Es entwickelte
sich eine intensive Liebesbeziehung zwischen uns, die im Oktober 2004 dazu führte, dass Andre und ich zusammen in meiner Wohnung eine häusliche Lebensgemeinschaft begründeten, die bis zur Verhaftung meines Freundes andauerte.

Todesstrafe für Schwule im Iran ?
deutschen Gerichten ist das egal!

Zu dieser Zeit hat das Verwaltungsgericht Kassel seine
Klage gegen die Ablehnung seines Asylantrags abgewiesen mit der
Begründung, dass ihm als Homosexueller im Iran keine politische Verfolgung drohe. Nur die homosexuelle Praxis, nicht die Neigung stünde unter Todesstrafe!

An Weihnachten 2004 fassten wir den Entschluss, unsere Lebenspartnerschaft eintragen zu lassen. Anfang 2005 suchten wir das
iranische Generalkonsulat in Frankfurt am Main auf, um für die Eintragung der Lebenspartnerschaft einen Reisepass zu bekommen. Auf dem Konsulat musste Andre angeben, dass er wegen seiner Homosexualität in Deutschland bleiben will und seinen Freund heiraten will.

Wir sind bereits im Januar 2005 zum Standesamt Mitte in Frankfurt am Main gegangen, um uns dort nach den Voraussetzungen für die Eintragung einer Lebenspartnerschaft zu erkundigen. Im März hatten wir endlich alle Unterlagen zusammen und für den 11. April einen Termin beim Standesamt.

Ein zufälliger Termin oder schwulenfeindliche Beamte?

Plötzlich, am 21. März 2005, forderte der Landrat des Landkreises
Waldeck-Frankenberg Andre auf, die Bundesrepublik Deutschland zu verlassen und zwar bis zum 31.03.2005, also genau 11 Tage vor
dem Termin zur Begründung der Lebenspartnerschaft. Unterschrift: Herr
Enderlein von der Ausländerbehörde Korbach. Ob der Termin ein Zufall
war?!

Das Standesamt Frankfurt blockte ab: "Leider" sei kein
Termin vorher frei. Am 11. April 2005 waren wir um 11:00 Uhr bei unserem Termin im Standesamt in Frankfurt am Main. Frau Allgeier, die zuständige Beamtin, ließ uns 35 Minuten allein. Es gäbe Unstimmigkeiten. Andre fühlte sich nicht wohl, er ging auf die Toilette. Das war sein Glück. Fünf Minuten später ging die Tür
auf und drei Polizisten standen vor mir. Nach Andre würde polizeilich
gesucht. Warum? Keine Antwort.

Das Standesamt Frankfurt verhindert die Eintragung
einer Lebenspartnerschaft

Ich bestand auf mein Recht, eine Lebenspartnerschaft einzutragen und legte eine Bevollmächtigung von Andre vor. Ich gab sie Frau Allgeier. Sie wurde sehr wütend und sagte: "Erst kommen sie zu zweit und
jetzt wollen sie es alleine beantragen. So nicht! Die Zeit ist
abgelaufen!" Es war 12:00 Uhr. Ihre Vorgesetzte sagte, mein Freund habe keinen Aufenthaltsstatus und ich könne die Lebenspartnerschaft deshalb nicht begründen. Außerdem habe sie den Auftrag von der Ausländerbehörde in Korbach, die Lebenspartnerschaft nicht aufzunehmen.

Die Behörden schweigen...

Der Anwalt reichte am 22. April eine Petition im hessischen Landtag ein (Nr.02921/16) und verlangte von der Ausländerbehörde in Korbach auf Grund des Folgeantrages und der Petition Andre eine Duldung zu
erteilen. Die Behörde blieb schweigsam und das den ganzen Mai und den ganzen Juni.

...und nehmen fest.

Im Juli 2005, als unsere Nerven dieser Situation nicht mehr gewachsen waren, gingen wir zur Ausländerbehörde, um endlich eine Duldung zu bekommen. Am 18. Juli 2005 wurde Andre in Korbach festgenommen. In
einem persönlichen Gespräch sagte Herr Enderlein, dass es natürlich die
Möglichkeit gegeben hätte, das Ausreisedatum für Andre auch auf einen
späteren Zeitpunkt festzulegen. Er habe es aber extra auf den 31. März
gelegt, also 11 Tage vor unserem Termin für die Eintragung. Ist das
Schwulenfeindlichkeit?

Strenge Haft ohne ein Verbrechen begangen zu haben!

Seit diesem Tag sitzt Andre in der JVA Kassel, in der Leipzigerstrasse in Abschiebehaft. Er darf nur einmal in der Woche telefonieren, und nur alle 14 Tage besucht werden - von einer Person, für eine
Stunde. Lebensmittel und Tabak darf man ihm nicht mitbringen, man darf sich nur in deutsch unterhalten und auf deutsch schreiben.

Andre ist fix und fertig mit den Nerven. Nach drei Jahren in Deutschland muss er nun im Gefängnis sitzen und abwarten wann und
wie die Petition über sein Leben entscheidet.

In Sorge über unsere gemeinsame Zukunft und in Verzweiflung über Andres
Leben, wenn er in den Iran abgeschoben würde,

Takis Sampsounis

Weitere Informationen und Neuigkeiten findet Ihr auf
der Seite www.aragoli.info.ms

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Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

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