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Solidarität mit Occupy Togo! Demonstration in Bremen für Demokratie in Togo

Wednesday, July 11, 2012 - 15:00 to 18:37

Demonstration für Demokratie in Togo am 11.07.2012 um 15 Uhr ab dem Marktplatz in Bremen

Die sogenannte Jasmin-Revolution in Nordafrika wurde mit großer Aufmerksamkeit von den westlichen Ländern verfolgt und unterstützt. Auch die TogolesInnen möchten in demokratischen Verhältnissen leben. Friedliche politische Demonstrationen dürfen nicht mehr blutig niedergeschlagen werden. Fast die ganze Welt hat schon von den aktuellen Ereignissen in Togo erfahren. In Deutschland werden sie bislang totgeschwiegen.
http://www.collectifsauvonsletogo.com/

Unsere Aktion am 11.7.2012 zielt darauf ab, Aufmerksamkeit für die Revolution in Togo zu schaffen. Wir bitten alle in Bremen lebenden Menschen, TogolesInnen, AfrikanerInnen und Deutsche um Unterstützung. Mit einer Kundgebung am Marktplatz und einer Demonstration bis zum Konsulat in der Martinistraße wollen wir dem Schweigen in Deutschland ein Ende bereiten. Kommt und helft, auf die Lage in Togo aufmerksam zu machen!

Treffpunkt: Marktplatz, Mittwoch, 11.07.2012, 15 Uhr

In Togo - einer ehemals deutschen bzw. französischen Kolonie und heute Militärdiktatur - stehen die Parlamentswahlen vor der Tür. Die Wahlbeobachtermission der EU hat in der Vergangenheit die Wahlen in Togo wegen massiver Wahlfälschungen vehement kritisiert. Es wurden Verbesserungsvorschläge gemacht, die zur Transparenz der Wahlen beitragen könnten. Aber keiner der EU-Vorschläge wurde bislang umgesetzt, so dass beispielsweise in bestimmten Wahlkreisen nur 50.000 Stimmen notwendig sind, um ein bestimmte Zahl an Abgeordneten zu wählen, während in anderen Wahlkreisen für die gleiche Zahl an Abgeordneten 130.000 Stimmen erforderlich sind.

Dass das Wahlgesetz ungerecht ist, dürfte somit auf der Hand liegen. Folglich weigert sich die EU, die neuen Wahlen mit zu finanzieren. Und trotzdem plant die Militärdiktatur Togos, erneut Wahlen durchzuführen. Aus diesem Grund sind gewaltsame Konflikte zu befürchten. Die Präsidentschaftswahlen von 2005, die unter ähnlichen Bedingungen durchgeführt wurden, haben laut der UNO 400 Tote gefordert. Daher ist zu befürchten, dass Togo wieder in Militärgewalt versinkt.

Um das Land vor dem Chaos zu bewahren, wünscht sich das Kollektiv „Lass uns Togo retten“ die Implementierung der Vorschläge der EU-Wahlbeobachtermission. Die ersten Demonstrationen dieses Bündnisses aus 9 Oppositionsparteien und 8 Menschenrechtsorganisationen wurden blutig niedergeschlagen (3 Tote, hunderte Schwerverletzte und 54 Verhaftungen).

Am 10.7.2012 fängt die nächste Reihe Demonstrationen an. Das Ziel ist klar: Die TogolesInnen möchten in demokratischen Verhältnissen leben. Friedliche politische Demonstrationen sollen nicht mehr blutig niedergeschlagen werden. Fast die ganze Welt hat schon von den aktuellen Ereignissen in Togo erfahren. In Deutschland werden sie bislang totgeschwiegen.

Unsere Aktion am 11.7.2012 zielt darauf ab, Aufmerksamkeit für die Revolution in Togo zu schaffen. Wir bitten alle in Bremen lebenden Menschen, TogolesInnen, AfrikanerInnen und Deutsche um Unterstützung.

Mit einer Kundgebung am Marktplatz und einer Demonstration bis zum Konsulat in der Martinistraße wollen wir dem Schweigen in Deutschland ein Ende bereiten.

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