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Erste Pressemitteilung der in Düsseldorf protestierenden Flüchtlinge



Johannes-Rau-Platz am Landtag am Rhein
Täglich um 20:00 Uhr Plenum

Obwohl die Genehmigung in einem ersten Gespräch für ein Protestzelt seitens der Polizei uns mündlich zugesagt worden war, erhielten wir kurze Zeit später ein Schreiben, in dem alle Zusagen widerrufen wurden. Wir dürfen weder Zelte noch Schlafstätten einrichten. Aufbauend auf unseren Erfahrungen in Würzburg und dem Widerstand dort gegen solche Repressionen müssen wir hier den Kampf neu beginnen. Wir haben unseren Widerspruch bei dem Verwaltungsgericht Düsseldorf eingereicht und erwarten eine Entscheidung bis Freitag, den 13.07.2012. Wir hoffen, dass die Behörden nicht den Würzburger Weg einschlagen, weil wir bereit sind, bis zu den höchsten Gerichten zu gehen. Heute, am 10.07. sind wir nach einer Pressekonferenz um 16:00 Uhr zum Protestort, Johannes-Rau-Platz, gegangen. Vertreter unterschiedlicher Gruppen und Organisationen wie Occupy Düsseldorf, AGIF, Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen, Rote Antifa, Young Struggle, Stay Düsseldorf, Linksjugend Solid, Occupy Cologne, No-Border-Camp Köln/Düsseldorf haben uns begleitet und uns solidarisch unterstützt. Arash Dosthossein, protestierender Flüchtling aus Würzburg, ist für den Aufbau der Protestbewegung in Düsseldorf vor Ort. Auf dem Weg zum Protestort haben die DemonstrantInnen unterschiedliche Parolen wie "Kein Mensch ist illegal", "Bleiberecht für alle", "No Nation, No Border" und "Internationale Solidarität" gerufen. Anschließend wurde der Infopavillion aufgebaut, etwa 50 Leute nahmen am ersten Plenum teil, Flüchtlingsaktivisten und Nicht-Flüchtlingsaktivisten!

Es wurden für die nächsten Tage des Kampfes die Strukturen und Vorgehensweisen abgestimmt. Es wurde entschieden am Freitag eine Pressekonferenz einzuberufen. Dort wird die Entscheidung des Gerichts der Öffentlichkeit bekannt gegeben. Trotz der strengen Auflagen wird Arash Dosthossein mit anderen Aktivisten im Protestcamp bleiben. Wir werden uns nicht dem Druck beugen und nicht in die Flüchtlingslager zurückgehen! Er erklärte: "Das Schlafen und 24stündige Protestieren auf der Straße ist Teil unseres Protestes gegen die unmenschlichen Bedingungen in den Flüchtlingslagern. Ich werde auf der Straße bleiben. Seit 114 Tagen bin ich auf der Straße. Mittlerweile sind protestierende Flüchtlinge nicht nur in Würzburg auf der Straße sondern auch in Aub, Bamberg, seit heute auch in Osnabrück und ab morgen Regensburg. Wir bleiben unter freiem Himmel, bis die Sondergesetze für Flüchtlinge und die Repressionen aufhören."

Unsere Plena finden täglich um 20:00 Uhr statt.
Kontakt: Arash Dosthossein, 01578 / 65 46 336
cheislive(at)gmail.com
Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen, Büro Wuppertal: wuppkarawane(at)yahoo.de

Spendenkonto: Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer: 40 30 780 800
GLS Gemeinschaftsbank eG
BLZ: 430 609 67
Betreff: Protest Düsseldorf

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Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:
Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer
: 40 30 780 800
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BLZ: 430 609 67

IBAN: DE28430609674030780800
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