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Aufruf zu Aktionen gegen Abschiebungen am Fr., 9.9 in Berlin:

Friday, September 9, 2005 - 12:00

Enlish text below

Kundgebung, 17 Uhr,
Pariser Platz, S-Bhf.: Unter den Linden

Besuch der Parteizentralen mit Busfahrt

In Deutschland leben offiziell ca. 7 Mio. MigrantInnen und Flüchtlinge. Und etwa eine halbe Mio. Menschen leben ohne Papier unter prekärsten Bedingungen. Selbst die Eingebürgerten haben keinen sicheren Status, da ihnen der deutsche Pass jederzeit entzogen werden kann, wie es im Moment bei ca. 100.000 Menschen aus der Türkei der Fall ist. Trotz der verbal anerkannten Realität der Migration, v.a. wegen der konsumierbaren Multikultivielfalt, wird das Leben der MigrantInnen und Flüchtlinge in Deutschland durch Rassismus, Ausgrenzung und Generalverdacht bestimmt.
Ein menschenwürdiges Leben wird den MigrantInnen und Flüchtlingen systematisch verweigert; denn die „westliche Zivilisation“ braucht ihre Feindbilder, um sie für soziale Missstände, Bildungsdefizite, Kriminalität, Terrorismus etc. verantwortlich zu machen. Sie sind die ausgewählten Objekte, an denen die soziale Degradierung und die verschiedensten Formen der Repression des Kapitalismus zuerst angewendet werden. Hartz IV in gravierenderer Form gehört seit 12 Jahren zum Alltag der Flüchtlinge.
Seit Jahrzehnten gehören
· Sondergesetze (Zuwanderungsgesetz, Asylbewerberleistungsgesetz, …)
· Residenzpflicht ( Beschränkung der Bewegungsfreiheit auf einen Landkreis),
· Demütigung durch Lebensmittelgutscheine und 40,- € Taschengeld im Monat,
· Gefangennahme in Sammellager und Abschiebehaft,
· Ständige Drohung mit Abschiebungen (Ca. 50.000 Abschiebungen im Jahr),
· Ausschluss von der politischen Partizipation,
· Aberkennung der ohnehin sehr geringen Anzahl der Asylanerkennungen,
· Ständiger Unsicherheitsstatus mit Ketten-duldungen,
· Einteilung in „nützliche“ und „unnützliche“ MigrantInnen und Flüchtlinge,
· Einhämmerung der als Integration verpackten deutschen „Leitkultur“,
· Körperverletzung und Tod durch rassistische Angriffe der Polizei und Neonazis,
Zum Alltag der MigrantInnen und Flüchtlingen in Deutschland.
Wir haben es satt, ständig auf die unerträglichen Zustände, die Kontinuitäten des Kolonialismus aufweisen, hinzuweisen. Wir appellieren nicht an das Gewissen der „bürgerlichen Demokratie“ und ihrer Anhängerschaft. Wer diese Zustände mit seinem Gewissen und seiner politischen Anschauung nicht vereinbaren kann, wird ohnehin handeln.
Wir stellen nur klar: Wir haben ebenfalls ein unveräusserliches Recht auf ein menschenwürdiges Leben, für das wir immer und überall kämpfen werden.
Europäischen Staaten und ihren Gesellschaften sollte es klar sein: Wir sind nicht „Nutzniesser“ dieses vermeintlichen Wohlstands, wie es oft verleumderisch behauptet wird. Der Reichtum dieses Landes beruht auf der Ausplünderung unserer Länder. Wir sind hier, weil unsere Länder durch westliche Länder ausgebeutet und zerstört werden.
Wir appellieren an die MigrantInnen und Flüchtlingen:
Wir dürfen es nicht länger zulassen, dass wir als Menschen 2. oder 3.Klasse behandelt werden. Keiner außer uns ist die Kraft, die mit diesen Zuständen Schluss machen kann. Lassen wir uns nicht aufteilen in „gute“ und „böse“ MigrantInnen und Flüchtlingen. Nur mit einer internationalistischen Haltung und Solidarität haben wir die Chance, den Herrschenden Paroli zu bieten. Mit Almosen für Einzelgruppen sollten wir uns nicht zufrieden geben. Glücklich sind wir erst dann, wenn alle das sagen können.

Organisieren wir uns in allen Lebensbereichen und vernetzen wir unsere Initiativen !
Kämpfen wir bis der gegenwärtige Zustand sich grundlegend ändert !

Gegenwärtig werden auch in Berlin und Brandenburg hunderten von Menschen Abschiebungen angedroht. Das bedeutet Auslieferung an Verfolgerstaaten, die nicht selten mit Folter und Tod enden. Abschiebung von Menschen, die sich größtenteils mit der Familie hier seit Jahren eingelebt haben, bedeutet nicht anderes als ein zerstörerischer Einschnitt in ihrer Lebensgeschichte. Abschiebung, die Lebensgefahr für die Betroffenen billigend in Kauf nimmt, ist eine alarmierende Form der rassistischen Praxis, der wir entschieden entgegentreten müssen.

------------------------------------------------Schluss mit entwürdigenden Lebenszuständen in Deutschland, rassistischen Sondergesetzen und Abschiebungen !
Bleiberecht für alle - jetzt sofort!
Unsere Agenda heißt: Kampf um alle Rechte !

Bündnis „Stopp Abschiebungen“ "STOP ABSCHIEBUNG"

UnterstützerInnen: Alliance of Struggle, Allmende, Anti-Colonial Africa Conference, ARI, BBZ, Dest-dan, FIB, Flüchtlingsrat-Berlin, FrauenRechtsBüro e.V., Initiative gegen Abschiebehaft, Initiative gegen Chipkartensystem, Karavane, Navenda Kurda, Plataforma, Respect, The Voice

english:

Demonstration against deportation
Friday, 9th September in Berlin

Visit to the party headquarters by bus Meeting point: 10 o’clock SPD-headquarter
Willy-Brandt-Haus, Wilhelmstraße 141 U-Bhf. Hallesches Tor (U1/U6)

Rally 17 UhrPariser Platz S-Bhf.: Unter den Linden (S1)

There are approximately 7 million migrants and refugees living in Germany. And half a million lives without papers under precarious conditions. For over 100.000 people from Turkey granted German citizenship still live in uncertainty as the German authorities can withdraw passports at any time. Despite the verbally recognised reality of migration through multicultural consumerism the life of immigrants and refugees is determined through racism marginalisation and suspicion.
A dignified life is systematically refused because western civilisation needs its bogeyman images to blame for the bad state of social affairs, deficits in education, criminality, terrorism and so on. They are the first to be submitted to social degradation and the different forms of capitalist repression.
Refugees have been living for 12 years under conditions worse than those of Hartz IV.

Since decades the following conditions belong to the life of refugees and immigrants in Germany:
· Special laws (immigration law, laws concerning asylum seeker benefits…)
· “Residenzpflicht”, district restrictions (binding the freedom of movement to one district)
· Humiliation through food coupon systems and 40,-€ pocket money monthly.
· Imprisonment in refugee centres and deportation prisons
· Permanent threats of deportation (approximately 50.000 deportations per year)
· Exclusion from political participation
· Withdrawal of asylum status (which is approved to a diminishing number of people anyway)
· Constantly uncertain residency status through short term permits
· Divisions between useful and unuseful migrants and refugees
· Imposition of German “leading culture” (“Leitkultur”) disguised as integration
· Bodily harm and death through racist police and neo-Nazi attacks

We are tired of pointing out the unbearable situation which shows the continuation of colonialism.
We don’t appeal to the conscience of the bourgeois democracy and their supporters. Those who cannot come to terms with this bad situation because of their conscience and political ideals will react.
We want to make clear that we also have an inalienable right to a dignified life and for that we will fight always and everywhere.
It should be made known to European states and their societies: We are not profiting from this so called wellbeing, as often suggested in slander. The wealth of this country is based upon the exploitation of our countries. We are here because our countries are exploited and destroyed by western countries.
We appeal to migrants and refugees:
We should no longer accept to be treated as second or third class citizens. We are the only ones capable of bringing this situation to an end, lest not be divided into good or bad migrants and refugees. Only with an internationalist attitude and solidarity will we be able to defy the rulers. We should not be silenced by random donations to individual groups. We will not be content until we can all say this.

Let’s organise in all walks of life and build networks between our groups!
Let’s struggle for radical change in the present conditions!

Also in Berlin and Brandenburg hundreds of people are currently threatened with deportation. This means extradition to persecutory states which quite often leads to torture and death. The deportation of people familiarised to life here (often with family) leaves ruinous breaks in their lives. This deportation system which works regardless to the risk of life of those concerned is an alarming form of racist practice, which we have to struggle against.

Stop the humiliating life conditions in Germany,
the racist special laws and deportations!
Residency for everybody – now and immediately!
Our agenda is: Fight for all rights!

"STOP ABSCHIEBUNG"

Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:
Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer
: 40 30 780 800
GLS Gemeinschaftsbank eG
BLZ: 430 609 67

IBAN: DE28430609674030780800
BIC: GENODEM1GLS

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