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Freiheit für Ömer Berber

Hintergrundinformationen und Musterfax
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Dringende Faxkampagne

Ömer Berber protestierte gegen die Haftbedingungen in der Türkei mit seinem Todesfasten, er wird in der Türkei gesucht. Obwohl er als anerkannter Flüchtling seit zwei Jahren in Frankreich lebt, wurde er bei der Fahrt zu einem antifaschistischen Kamp von der belgischen Polizei inhaftiert. Er soll in das Folterland Türkei ausgewiesen werden.

Wir fordern die sofortige Freilassung von Ömer Berber!

Ömer Berber lebt seit 2 Jahren als anerkannter Flüchtling in Frankreich. Er ist ein engagierter Antifaschist. Er wurde am 5. August von der belgischen Polizei verhaftet und soll an die Türkei ausgeliefert werden. Sein Leben ist in Gefahr!!!

Ömer Berber protestierte vor seiner Flucht nach Frankreich gegen das Massaker der politischen Gefangenen und die F-Typ Isolationszellen mit seiner Teilnahme am Todesfasten. Er wurde aus gesundheitlichen Gründen vorübergehend aus der Haft entlassen. Später wollten die türkischen Behörden ihn erneut verhaften, er wurde von der türkischen Polizei gesucht. Er musste die Türkei verlassen und beantragte in Frankreich politisches Asyl. Ömer Berbers Asylgesuch wurde anerkannt. Er bekam ab dem 5. November eine Aufenthaltsberechtigung von zehn Jahren für Frankreich.

Als er am 5. August mit einem Freund einen antifaschistischen Jugendkamp in Belgien besuchen wollte, wurde ihr Fahrzeug bei einer rassistischen Razzia der belgischen Polizei durchsucht. Ömer und sein Freund wurden trotz des kalten Wetters zum fast vollständigen ausziehen gezwungen. Weil es ein Ersuchen des türkischen Staates für seine Auslieferung vorhanden ist, wurde er inhaftiert. Obwohl er einen von den französischen Behörden ausgestellten Ausweis und Pass besaß, wurden die internationalen Vereinbarungen zum Schutz von Flüchtlingen von der belgischen Polizei missachtet. Die gleiche Willkür setzte sich beim Haftrichter fort, der seine weitere Inhaftierung anordnete.

Wir verurteilen die belgische Polizei, die belgischen Justizministerin und die belgische Regierung wegen dieser willkürlichen Maßnahmen gegen einen politischen Flüchtling. Ömer ist in Paris Mitglied des Immigranten-Arbeiterkulturverein (ACTIT). Auch sein Verein und der Dachverband AvEG-Kon fordern Freiheit für Ömer und die Einhaltung der Menschenrechte in Europa.

Diese Willkürliche Haltung muss sofort beendet werden!

Freiheit für Ömer Berber!

Wir bitten um Ihre solidarische Unterstützung, um die Überführung von Ömer Berber in die Türkei zu verhindern. Dazu wäre es wichtig, Protestfaxe direkt an das belgische Justizministerium zu schicken, in denen Sie die sofortige Freilassung von Ömer Berber fordern und gegen die Willkür dieser Behörde protestieren. Einen Musterfax finden Sie unten. Eine Liste mit Adressen, an die die Protestfaxe geschickt werden können, ist ebenfalls am Ende dieser Seite aufgeführt.

Wir rufen Sie auf, sich für die Freilassung von Ömer Berber einzusetzen.

AvEG-Kon
Fritz-Elsas Str.60, 70174 Stuttgart-Deutschland
Tel:+49(0)711 227 02 05 Fax:+49(0)711 284 54 70
e-mail: aveg-kon@hotmail.com

Falls Sie Ömer Berber Briefe schreiben wollen, seine Adresse lautet:

PRISON DE VERVIERS, Chaussée de Heusy 81, 4800 VERVIRS.
Die Telefonnummer des Gefängnisses ist: 0032 87 22 51 26.

Bitte schicken Sie auch eine Kopie der Protestschreiben an AVEG-KON.

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Hintergrundsinformation

In letzter Zeit werden Migranten und Flüchtlinge vermehrt durch die Polizei kontrolliert, um die „innere Sicherheit“ zu schützen.

Bei solch einer Polizeikontrolle am Abend des 05. August 2005 ist Ömer Berber in Belgien festgenommen worden. Ömer Berber war mit einigen Freunden auf der Fahrt zu einem Jugendcamp in Belgien. Bei der Polizeikontrolle musste er sich bei kaltem Wetter ausziehen und seine Personalien wurden kontrolliert. Er wurde sofort festgenommen und ins Gefängnis gebracht. Der Staatsanwalt legalisierte seine Festnahme durch ein Haftbefehl. Der Grund für die Inhaftierung ist, dass die türkische Regierung nach ihm fahndet. Er soll in die Türkei überführt werden.

Ömer Berber ist bereits jahrelang in der Türkei wegen seiner politischen Aktivitäten im Gefängnis gewesen. Nach Übergriffen der türkischen Regierung auf die Gefängnisse am 19.12.2000 wurde er in F-Typ Isolationshaft genommen. Dort beteiligte sich Ömer Berber sofort an Protestaktionen mit Todesfasten. Aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes bekam er für eine kurze Zeit Haftschonung. Es war klar, dass er nach dieser Zeit sofort wieder in Haft genommen werden würde. Deshalb begab er sich ins Ausland und suchte in Frankreich politisches Asyl. Sein Asylbegehren wurde am 5.11.2003 nach den Kriterien der Genfer Konventionen positiv entschieden und er bekam in Frankreich politischen Schutz. Er ist in Besitz einer Aufenthaltserlaubnis für die nächsten 10 Jahre.

Die belgische Polizei, die Regierung sowie das belgische Justiuzministerium setzen sich mit der Festnahme von Ömer Berber über die internationalen Vereinbarungen der Genfer Flüchtlingskonvention von 28. Juli 1951 und seinem Zusatzprotokoll von 1967 hinweg und missachten diese.

Wir klagen diese Behörden an und protestieren gegen die Verletzung des politischen Asyls. Wir fordern sie zur sofortigen Freilassung Ömer Berbers und zur Einhaltung der Genfer Konventionen auf.

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Musterfax

Absender:

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An:
Madame Laurette Onkelinx
Vice-Première Ministre et Ministre de la Justice

Fax 02/542.70.39
e-mail: info@just.fgov.be

Datum: ______________

Inhaftierung von Herrn Ömer Berber und seine drohende Abschiebung in die Türkei

Sehr geehrte Frau Onkelinx,

zutiefst betroffen hörte ich, dass der politische Aktivist aus der Türkei, Herr Ömer Berber von der belgischen Polizei inhaftiert wurde, und dass ihm nun die Abschiebung in die Türkei droht.

Aufgrund seiner politischen Vergangenheit fahndet der türkische Staat nach Ömer Berber. Mehrere Jahre saß er in türkischen Gefängnissen und nur seines gesundheitlichen Zustandes wegen erhielt er Haftschonung. Während dieser Zeit verließ er das Land und beantragte politisches Asyl in Frankreich. Am 5. November 2003 wurde er nach den Bestimmungen der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 als politisch Verfolgter in Frankreich anerkannt.

Die Flüchtlingskonvention von 1951 besagt, dass einem Flüchtling dem Verfolgung im Heimatland droht, nicht dorthin abgeschoben werden kann. Die belgische Regierung hat die Flüchtlingskonvention von 1951 und das Zusatzprotokoll von 1967 unterzeichnet. Daher fordere ich die sofortige Freilassung von Herrn Ömer Berber, der im Besitz eines Reiseausweises nach der Genfer Konvention vom 28. Juli 1951 ist.

Ungeachtet eventueller, zusätzlicher Abkommen mit der Türkei verlange ich die unverzügliche Entlassung von Herrn Ömer Berber aus der Haft.

Mit freundlichen Grüßen

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Personen / Institutionen, an die die Faxe / Briefe / emails geschickt werden können:

Justizministerin Belgien
Madame Laurette Onkelinx
Ministre de la Justice
Tel.: 0032 2 233 51 11
Fax: 0032 2 230 10 67
info@laurette-onkelinx.be

Innenminister Belgien
Monsieur Patrick Dewael
Ministre de l’Interieur
Tel.: 0032 2 504 85 13
Fax: 0032 2 504 85 00 / 504 85 80
Email : patrick.dewael@ibz.fgov.be

Commission Permanente de Recours des Réfugiés
VAN den BULCK D., (N),
Commissaire général
Tel.: 0032 2 205 51 11
Fax : 0032 2 205 51 15
E-mail : info.cgrs@ibz.fgov.be

Französisches Amt für den Schutz der Flüchtlinge
Office Français de Protection des Réfugiés et Apatrides
Tel.: 0033 15 86 81 010
Fax: 0033 158 6818 99

Language: 

Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:
Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer
: 40 30 780 800
GLS Gemeinschaftsbank eG
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IBAN: DE28430609674030780800
BIC: GENODEM1GLS

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