No War - No Refugee
No NATO - No Refugee

Country Information

Here you find background information on Guinea, Iran, Kurdistan, Türkei.

You are here

Mohammad Al Zoubi aus Syrien ist von Abschiebung bedroht - Ich bin in Deutschland nicht sicher.

Der Vollzug meiner Abschiebung ist in der Schwebe, ich bin in Deutschland nicht sicher.
Meine Abschiebung, angekündigt durch ein Schreiben der Ausländerbehörde, sollte am 15. Juli 2015 durchgeführt werden.

Ich habe kein Verbrechen begangen und niemandem Schaden zu gefügt und ich akzeptiere nicht das Verbrechen einer Abschiebung durch die deutsche Polizei nach Spanien. Seit ich die Ankündigung erhalten habe, habe ich politische Unterstützung gesucht und versucht, gegen die Abschiebung zu klagen. Ich suche eine alternative Unterkunft zum Flüchtlingslager in Gerstungen, um meine Sicherheit zu garantieren. Aber bisher hatte ich keinen Erfolg.

In meinem Interesse und dem der Flüchtlings-Community in Thüringen, bitte ich um Unterstützung gegen meine Abschiebung.

Bitte lest mein Statement:

Mein Name ist Mohammad Al Zoubi, ich habe in Deutschland politisches Asyl beantragt, um meine Freiheit und Menschenrechte einzufordern.

Ich wurde am 1. 12. 1993 in der Stadt Daraa in Syrien geboren und gehöre der Gemeinschaft der Sunniten an. Mein offizieller Wohnsitz ist das Flüchtlingsisolationslager in Gerstungen (Wartburgkreis/Thüringen), wo ich seit September 2014 lebe.

Nach Deutschland kam ich im Juli 2014 wegen des Bürgerkriegs, der durch das Regime in Syrien geführt wird, insbesondere wegen der Situation in meiner Stadt, die unter den verheerenden Zerstörungen leidet, die durch die Luftangriffe und die Geschütze des Regimes verursacht werden. Denn die Region ist eine Hochburg der Revolution, ihre Basis, und es gibt dort eine große Anzahl bewaffneter Oppositionskämpfer aus der sunnitischen Gemeinschaft, der ich ebenfalls angehöre.

In Daraa wurde ich Zeuge vieler Kriegsverbrechen, einschließlich Mord, Plünderung, Vergewaltigung und der Verfolgung unschuldiger Kinder und von Opfern von Krieg und Terror in Syrien. Einige meiner Familienmitglieder wurden durch die Bombenangriffe getötet. Diese Situation rief bei mir psychologische Störungen hervor. Ein Mangel an Gleichgewichtssinn und andere Symptome zeigen, dass ich eine Nervenkrankheit habe.

Das syrische Regime verlangte, dass ich der Armee beitrete, kurz danach bat mich mein Bruder, nach Jordanien zu gehen. Ich befolgte seinen Rat. Er sagte, er kenne Leute, die mir einen Weg nach Europa sichern könnten. Ich erhielt einen Pass mit einem Visum nach Spanien, wo ich zwei Stunden lang im Flughafen verbrachte; dann reiste ich weiter nach Deutschland. Ich ersuchte um Asyl in Deutschland, wo ich nun seit einem Jahr lebe, um meine psychologische Krise und Unsicherheit zu überwinden, die das Ergebnis der Grausamkeiten war, deren Zeuge ich in Syrien wurde.

Doch mein Asylantrag wurde abgelehnt, weil ich auf dem Weg zu meinem Ziel, Deutschland, über Spanien gereist bin, und das, obwohl ich vor meiner Ankunft in Deutschland an keinem Flughafen in Spanien um Asyl gebeten habe.

Ich erhielt die Entscheidung des Ausländerbehörde, dass ich am 15. Juli 2015 nach Spanien abgeschoben werden sollte, während ich mich darum bemühe, hier bleiben zu können. Doch ich bin in großer Angst und Gefahr, falls ich von Deutschland abgeschoben werden sollte.

Ich will nicht nach Spanien oder in irgendein anderes Land in Europa abgeschoben werden, denn Deutschland ist das erste Land, in dem ich einen Asylantrag gestellt habe, um meine Freiheit und Menschenrechte zu erhalten. Ich habe mich an das Leben hier gewöhnt, ich kenne seine Regeln und ich kenne viele Menschen hier; ich habe eine Schule für eine Weiterbildung besucht und eine Zeit lang fühlte ich mich glücklich. Ich kann in kein anderes Land gehen, denn ich möchte hier leben.

Deutschland versteht sich selbst als ein Land von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten. Aber die Entscheidung der Abschiebung ist nicht gerecht, diese Entscheidung ist nicht demokratisch, sie ist gegen internationales Recht und die Flüchtlingskonvention und gegen die Freiheit der Bewegung. Sie bedeutet das Gegenteil der Menschenrechte, die ich erwartet habe, und ich verlange, dass diese Entscheidung rückgängig gemacht wird.

In meiner spezifischen psychologischen Situation brauche ich Frieden, Stabilität und Sicherheit, ich kann es nicht ertragen, von einem Platz zum anderen gejagt zu werden. Die Abschiebeandrohung und die Angst werden meine psychischen Probleme verstärken. Ich bin kein Verbrecher, ich kam in dieses Land, um in Frieden und Sicherheit zu leben und nicht, um in ein Leben in Angst zurückgeschickt zu werden.

Ich bin vor dem Krieg geflohen und es herrscht immer noch Krieg ohne Ende. Wenn Deutschland mein Recht, um Asyl zu ersuchen, nicht garantieren kann, wie können sie dann von Spanien, wo ich in Obdachlosigkeit leben müsste, erwarten, etwas für meinen Schutz und für ein würdiges Leben in Europa zu tun? Ist das Leben eines Flüchtlings nutzlos in Deutschland und Europa?

Ich habe Angst vor einer erzwungenen Abschiebung. Ich rufe jeden zur Solidarität auf, so dass ich in Frieden und Sicherheit in diesem Land leben kann, an das ich mich gewöhnt habe. Genießt das Privileg, euch gegen meine Abschiebung zu erheben, unterstützt von der Flüchtlingsgemeinschaft in Thüringen während wir dafür kämpfen, die Abschiebung von Flüchtlingen aus Deutschland zu stoppen. Meine Abschiebung zu stoppen bedeutet Solidarität und Menschenrechte.

Zeigt eure Solidarität, indem ihr helft, die gewaltsame Abschiebung durch die Behörden des Wartburgkreises zu stoppen.

Greift ein, indem ihr Protestbriefe schreibt an:
- den Innenminister Thüringens in Erfurt

Dr. Holger Poppenhäger
Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales
Postfach 90 01 31, 99104 Erfurt
Steigerstraße 24
99096 Erfurt
Tel.: 0361/37 900 (Behördenzentrale)
Fax: 0361/37 93 111
Email: poststelle@tmik.thueringen.de

- die Ausländerbehörde des Wartburgkreises in Eisenach
Landratsamt Wartburgkreis
Erzberger Allee 14
36433 Bad Salzungen
Telefon: 03695 615934
Fax. 03695 615997
Email: ordnung@wartburgkreis.de

Mohammad Al Zoubi

In Solidarität mit der Flüchtlingsgemeinschaft in Thüringen

Für weitere Informationen kontaktiert Miloud L. Cherif: Tel.: 0049 (0)176 99334119

Mohammad Al Zoubi from Syria is under deportation threat - I am not safe in Germany
http://thevoiceforum.org/node/3960
Email: thevoiceforum@gmx.de

Language: 

Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:
Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer
: 40 30 780 800
GLS Gemeinschaftsbank eG
BLZ: 430 609 67

IBAN: DE28430609674030780800
BIC: GENODEM1GLS

Events

M T W T F S S
 
1
 
2
 
3
 
4
 
5
 
6
 
7
 
8
 
9
 
10
 
11
 
12
 
13
 
14
 
15
 
16
 
17
 
18
 
19
 
20
 
21
 
22
 
23
 
24
 
25
 
26
 
27
 
28
 
29
 
30
 
31
 
 
 
 

Syndicate

Subscribe to Syndicate