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We'll come united: 10.000 gegen rassistische Gesetze auf der Straße

Über 7500 Geflüchtete, Geduldete, Migrant*innen, Unterstützer*innen haben heute in Berlin eindrucksvoll ihre Stimmen erhoben. Nach einer gemeinsamen Zwischenkundgebung mit dem Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung am Humboldtforum wuchs die Demonstration auf circa 10 000 Personen an und zog mit 20 Wägen zum Oranienplatz in Kreuzberg. Die Seenotrettungsorganisation SeaWatch begleitete die Demonstration auf der Spree mit einem Schlauchboot aus dem Mittelmeer.

„Welcome United ist für uns alle der Höhepunkt dieses Wahlkampfs, in dem über uns entschieden wird, wir aber nicht gefragt werden. Wir haben bereits vor dieser Wahl gewählt: Das Recht hier zu sein, das Recht auf Schule, das Recht auf Arbeit, das Recht unsere Familien bei uns zu haben. Für uns war es ein wunderschöner Tag, der uns noch lange bewegen wird“, so Newroz Duman, Sprecherin der Initiative.

„Nahezu alle etablierten Parteien wollen das Asylrecht abbauen und schlagen uns auf ihren Wahlkundgebungen mit ihren Reden offen ins Gesicht. Wer uns Kriegsflüchtlingen den Familiennachzug verwehrt, wer uns im Mittelmeer ertrinken lässt und Internierungslager in der libyschen Wüste bauen will, wer uns eiskalt nach Afghanistan abschiebt, der muss mit unserem Widerstand rechnen.“

Welcome United hat am Ende eines Bundestagswahlkampfs, der in weiten Teilen ein Überbietungswettbewerb in flüchtlingsfeindlicher und rassistischer Hetze war, ein klares Zeichen für die Rechte aller Geflüchteten und Migrant*innen gesetzt.
http://www.welcome-united.org

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