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TRIBUNAL news: »Wir haben unser Land verloren« Gespräch mit Raed Jarrar

06.04.2013 / Wochenendbeilage / junge welt
»Wir haben unser Land verloren«
Gespräch mit Raed Jarrar. Der US-Amerikaner irakischer Herkunft schaut zurück auf ein Jahrzehnt des Krieges, der sein Heimatland verwüstet hat
Interview: Amy Goodman und Aaron Maté
Raed Jarrar
Der 35jährige Raed Jarrar ist ein arabisch-amerikanischer Menschenrechtler, Medienfachmann und Architekt. Nach dem Studium der Architektur in Bagdad absolvierte er seinen Master’s Degree als Bauingenieur an der University of Jordan in Amman, wo er sich auf den Wiederaufbau in vom Krieg zerstörten Ländern spezialisierte.

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Amy Goodman: Soweit Matt ­Lauer im Interview mit US-Präsident George W. Bush im Jahr 2010. Lauer hat allerdings nicht mehr gefragt, ob Bush das irakische Volk um Entschuldigung bitten würde. Raed Jarrar, was sagen Sie zu Bushs Antworten, und wie sollte Ihrer Meinung nach diese Bitte um Entschuldigung lauten?
Raed Jarrar: Wir sollten den ehemaligen US-Präsidenten Bush nicht auffordern, um Entschuldigung zu bitten, oder uns mit der Frage befassen, ob das, was geschehen ist, verbrecherisch und unmoralisch war. Meiner Meinung nach sollte in den USA eine unabhängige Untersuchung angestrengt werden, um jene, die die USA in den Krieg geführt haben, zur Rechenschaft zu ziehen. Dazu gehören auch Präsident Bush und weitere Politiker seines damaligen Kabinetts. Die Verbrechen und der Betrug, die begangen wurden, und das Geld, das verschwendet wurde, und die Menschenleben, die vernichtet wurden, verlangen nach Abbitte und Wiedergutmachung und daß jeder, der verantwortlich ist für diese Angriffe, zur Rechenschaft gezogen wird.

Die Mehrheit der Iraker erwartet eine Bitte um Entschuldigung. Sie erwarten eine Wiedergutmachung für das, was ihrem Land in den letzten zwei Jahrzehnten angetan wurde. Das Land wurde zerstört. Und für die Menschen, die in Irak getötet wurden, gab es pro Person Entschädigungen von sage und schreibe 2500 US-Dollar! Die Entschädigungsleistungen der US-Regierung für Iraker belaufen sich auf 2500 US-Dollar für jedes getötete Familienmitglied. Das entspricht genau der Summe, die auch für Sachschäden bezahlt wurde. Stellen Sie sich vor, wie beschämend das ist, wenn man zu einer Familie kommt, die ihr Auto und zwei ihrer Kinder verloren hat, und dann gibt man ihnen 7500 US-Dollar, weil das die offizielle Entschädigungspolitik der US-Regierung ist. 2500 US-Dollar »pro Stück«, egal ob das »Stück« ein Mensch ist oder ein Auto! Man muß sich diesen Grad von Demütigung vor Augen führen, diesen Grad von Geringschätzung menschlichen Lebens in Irak! Das alles muß sich unbedingt verändern. Die USA haben offiziell die Besetzung Iraks beendet, aber die moralischen und rechtlichen Verpflichtungen dem Land gegenüber sind damit noch lange nicht beendet.

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