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Niedersächsische Refugees Liberation Bustour fand vom 16. bis 22. Mai statt

Wir waren in der vergangenen Woche in Lagern in Bramsche, Braunschweig, Hildesheim, Peine, Wolfsburg, Hamburg und in Hannover um mit den Menschen dort zu sprechen und um für das Tribunal gegen die Bundesrepublik Deutschland zu mobilisieren. Wir, das sind Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen aus verschiedenen Ländern geflohen oder weggegangen sind und sich hier gegen Ausgrenzung und Diskriminierung wehren und das sind Menschen, die sie in diesem Anliegen unterstützen.

In allen Lagern wurde uns über Schikanen der Angestellten, der Lagerleitung oder des Wachdienstes berichtet. Überall haben wir die Isolation, die schlechten hygienischen Bedingungen, den unzureichenden Lebensraum ohne Privatsphäre gesehen. Überall in den Isolations- Lagern der Bundesrepublik werden Menschen existenzielle Rechte abgesprochen. Und das deshalb, weil sie nicht deutsch sind, hier Asyl suchen und damit unter Generalverdacht stehen, das Sozialsystem der Bundesrepublik Deutschland ausnutzen zu wollen. Wir waren in den Lagern um über diese Fälle der täglichen Schikane zu sprechen und diese Fälle zu sammeln. Wir waren in den Lagern um unsere Solidarität zu zeigen. Und wir waren da, um über Widerstand zu sprechen. Darüber, dass es geflüchtete Menschen gibt, die die Angst überwunden haben und sich organisiert der Ausgrenzung, der Unterdrückung, dem Rassismus widersetzen und ihn öffentlich machen. Überall in der Bundesrepublik.

Auch wenn es nicht immer so scheint oder auch wenn in den Mainstream-Medien darüber nicht berichtet wird, überall gibt es Flüchtlinge, die sich gegen die Verhältnisse wehren. Die sich wehren gegen den alltäglichen Rassismus in den Behörden oder der Straßenbahn. Sich wehren im Kleinen, die Anweisungen des Hausmeisters nicht befolgen, die Einschüchterung der Lagerleitung ignorieren, sich in der Ausländerbehörde beschweren oder bewusst die Residenzpflicht missachten.

Wir haben für die heutige Demonstration mobilisiert, und dazu motiviert nach Berlin zu gehen, um am Tribunal gegen die Bundesrepublik Deutschland teilzunehmen - um die Schikane öffentlich zu machen - den deutschen Staat anzuklagen - klar zu machen, dass das Leben im Lager einhergeht mit alltäglicher Entrechtung, Isolation und nicht selten mit Depression - klar zu machen, dass Deutschland, als eines der reichsten und damit auch einflussreichsten Länder der Welt mitverantwortlich ist für die widrigen globalen sozialen Zustände - durch seine Auslandseinsätze und Waffenexporte nicht nur Leid produziert und repressive Systeme stützt, sondern damit auch Vertreibung fördert und neue Fluchtgründe für tausende von Menschen schafft. Paradoxerweise investiert gleichzeitig Millionen Euro in die Flüchtlingsabwehr und Abschottungspolitik Europas und nimmt dafür Tote in Kauf.

Hier werden Menschen auf Grund ihrer Hautfarbe von der Polizei kontrolliert, schikaniert und verhaftet. Menschen verbrennen bei lebendigem Leib und Bewusstsein auf Polizeiwachen in diesem Land. Menschen fürchten wegen faschistischer Gruppen um ihr Leben in diesem Land, ohne auf allzu viel Hilfe durch die staatlichen Organe hoffen zu können. Menschen werden unter massiver psychischer und physischer Gewalt zur Ausreise in repressive Regime gezwungen in diesem Land. Menschen, nicht wenige Minderjährige, sitzen wegen ihres berechtigten Anliegens nicht ausreisen zu wollen und ihres Widerstands dagegen in Abschiebegefängnissen in diesem Land. Menschen erfahren tagtäglich rassistische Erniedrigung in diesem Land. Menschen warten jahrelang unter widrigen Bedingungen auf eine Entscheidungen über ihr Asylverfahren in diesem Land. Menschen, die sich wehren und die Situation öffentlich machen, werden eingeschüchtert und Sanktioniert. Menschen werden durch diese Politik in die Illegalität gedrängt in diesem Land. Menschen ohne Papiere können keine Rechte wahrnehmen und sind der Willkür ausbeuterischer Strukturen ausgeliefert.

Wir haben genug von den Scheiss! Genug von dieser menschenverachtende Politik! Genug von dem rassistischen Normalzustand!

Für eine emanzipative antirassistische Politik des Einmischens.

Für eine emanzipative antirassistische Politik der Solidarität mit selbst organisierten Kämpfen geflüchteter Menschen in Deutschland und überall!

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Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

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