No War - No Refugee
No NATO - No Refugee

Country Information

Here you find background information on Guinea, Iran, Kurdistan, Türkei.

You are here

Zur Situation in Vockerode

Wir, die Flüchtlinge aus Vockerode (Landkreis Wittenberg), machen die verantwortlichen Autoritäten des Landkreises erneut auf die Gefahr unserer Lebenssituation aufmerksam. Nach der Schließung des Flüchtlingslagers Möhlau am 27.12.2012 wurden die Flüchtlinge unfreiwillig in ein anderes
kleines Dorf gebracht. Wissend um die Tatsache, dass Vockerode nicht unseren Erwartungen im Kampf für eine dezentrale Unterbringung entspricht, hatten wir im November und Dezember 2012 eine Petition organisiert, die sich gegen den Umzug aller Flüchtlinge in ein einziges Dorf richtete. Wir
haben die Petition den Verantwortlichen im Landkreis Wittenberg überreicht und niemals eine Antwort erhalten.

Wir wollen den Problemen entkommen, mit denen wir in Vockerode konfrontiert sind. Mit der Entscheidung des Zwangsumzugs nach Vockerode hat sich die Diskriminierung der Flüchtlinge gegenüber Toleranz, Akzeptanz und Vernunft durchgesetzt.

Es wird oft gesagt "Flüchtlinge leben isoliert". Mit Isolation meinen wir:

  • Mangel an Verkehrsanbindungen (Vockerode- Dessau letzter Bus 16.09Uhr, Dessau- Vockerode letzter Bus 16.50Uhr)
  • Mangel an Einkaufsmöglichkeiten (es gibt keine Kaufhalle)
  • Sozialamt und Ausländerbehörde sind weit entfernt

Wir sind seit einem halben Jahr hier. Wir wurden wiederholt von Neonazis attackiert und verletzt, wir wurden Opfer von Vandalismus (eingetretene Türen und kaputte Briefkästen) und mussten regelmäßige Kundgebungen der NPD gegen unsere Anwesenheit über uns ergehen lassen. Wir denken dass das Leben eines Flüchtlings genauso viel wert ist wie das Leben jedes anderen Menschen. Durch die Angriffe der Neonazis und Rassisten haben wir Angst um unser Leben und müssen feststellen, dass unsere Sicherheit in Vockerode nicht gewährleistet ist. Der Vertrag für das Flüchtlingslager ist für fünf Jahre unterzeichnet und schon nach nur 6 Monaten ist die Bilanz bitter und traurig.

Wir stellen fest, dass die Verantwortlichen des Landkreises Wittenberg gleichgültig gegenüber unseren Schreien und unserer Verzweiflung bleiben. Diese Situation, ohne Hoffnung auf Sicherheit und ohne Perspektive, die den Flüchtlingen auferlegt wurde, ist seelisch und sozial nicht zu ertragen.

Wir denken, dass sich einerseits die Welt, andererseits die Menschen mehr oder weniger verändert haben und die Institutionen müssen sich auch weiterentwickeln. Unseres Wissens nach hat sich kein/e einzige/r verantwortliche Politiker/in zu diesen Angriffen geäußert. Da unsere Sicherheit nicht gewährleistet ist, fordern wir den Landkreis auf, zwei weitere Securitys einzustellen. Einer soll im Büro sitzen und zwei werden Runden machen.

Wir fordern weiterhin eine schnelle dezentrale Unterbringung aller Flüchtlinge.
Zur Politik der dezentralen Unterbringung des Landkreises:
Wir fordern den Landkreis auf, die Kriterien für die dezentrale Unterbringung offen zu legen. Flüchtlinge mit weißer Hautfarbe, die sich erst ein paar Monate im Landkreis aufhalten, bekommen Privatwohnungen. Flüchtlinge mit schwarzer Hautfarbe, welche teilweise schon jahrelang im Lager leben mussten,bekommen keine Wohnung. Diese offenkundige institutionalisierte Diskriminierung muss unverzüglich beendet werden. Vockerode ist ein schwarzes Ghetto. Jeder kann die Statistik einsehen.
Wir verurteilen diese Praxis, es ist gefährlich für das seelische Gleichgewicht der Flüchtlinge.

Wir fordern eine Gleichbehandlung aller Flüchtlinge. Wenn der Landkreis unsere Forderungen nicht erfüllt, werden wir eine Demonstration organisieren und evtl. ein Protest-Camp gegen die Haltung
der Flüchtlinge in Vockerode.

23.6.2013

Toure Dramane
Refugee Comite Wittenberg (Sachsen-Anhalt)
email: papdek 15@yahoo.fr oder refugeecomitewittenberg@gmail.com
phone: 0152/25951740

Language: 
Campaign: 

Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:
Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer
: 40 30 780 800
GLS Gemeinschaftsbank eG
BLZ: 430 609 67

IBAN: DE28430609674030780800
BIC: GENODEM1GLS

Events

M T W T F S S
 
 
 
 
 
 
1
 
2
 
3
 
4
 
5
 
6
 
7
 
8
 
9
 
10
 
11
 
12
 
13
 
14
 
15
 
16
 
17
 
18
 
19
 
20
 
21
 
22
 
23
 
24
 
25
 
26
 
27
 
28
 
29
 
30
 
 
 
 
 
 
 

Syndicate

Subscribe to Syndicate