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Delegationsbericht zur Situation der Flüchtlingsfrauen in Heiligenhaus NRW

Delegationsbericht von der KARAWANE Flüchtlingsfrauenbewegung zur Situation der Flüchtlingsfrauen in Heiligenhaus NRW

Seit Monaten haben wir Kontakt zu den Flüchtlingen in Heiligenhaus. Bereits auf der Flüchtlingsfrauenkonferenz und auf dem Tribunal haben wir von ihrer Situation berichtet.

Nachdem wir gehört haben, dass die Flüchtlinge aus den Containern in der Friedhofsallee umziehen mussten in eine Schule, haben wir uns ein Bild von der Situation vor Ort gemacht.

Im Moment befinden sich in der Schule von über 60 Flüchtlingen ca. 10 Frauen und Kinder. Für alle Flüchtlinge steht nur eine einzige Duschmöglichkeit zur Verfügung, wobei das warme Wasser nicht immer funktioniert. In einigen Bereichen der Schule müssen Frauen und Männer die gleiche Toilette benutzen. Die Frauen berichteten, dass sie große Probleme damit haben, keine eigene, ausschließlich für Frauen nutzbare Duschmöglichkeit sowie Toiletten zur Verfügung zu haben. Die Türen sind nicht abschließbar, so dass sie uns von ihrer Angst berichteten, dass Männer in die Dusche oder in die Toilette kommen können. Unter diesen Bedingungen ist es nicht möglich, eine Begegnung mit den Männern in dieser eigentlichen Intimsphäre zu vermeiden.

Die sanitären Umstände führen zu Sorgen bei den Frauen bezüglich Ansteckung und Infektionsgefahr für sie und ihre Kinder. Besonders für schwangere Frauen ist die Situation unzumutbar. Es gibt weder Kühlschränke noch Waschmaschinen sowie kein warmes Wasser. Lediglich ein Waschbecken in der Küche verfügt über einen Warmwasseranschluss.

Die Frauen haben keine Möglichkeit, ihren Raum abzuschließen, so dass die Situation – vor allem nachts - besonders stressig und bedrohlich ist.

Hinzu kommt, dass die Flüchtlinge keine Möglichkeit haben, die Außentür der Schule abzuschließen.

Wir haben seit einiger Zeit die Situation der Frauen in der Friedhofsallee beobachtet und auf der Flüchtlingsfrauenkonferenz thematisiert. Die neue Situation in der Ludgerusstraße ist aus unserer Sicht eine hochgradig extreme Belastung für die Frauen vor dem Hintergrund der Gewalterfahrungen und führt zu einer weiteren Traumatisierung.

Wir verurteilen die Situation der Flüchtlingsfrauen und Kinder in der Ludgerusstraße in Heiligenhaus.

Wir werden die Situation in Heiligenhaus weiter beobachten und darüber berichten.

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Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

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