No War - No Refugee
No NATO - No Refugee

Country Information

Here you find background information on Guinea, Iran, Kurdistan, Türkei.

You are here

Flugblatt der Flüchtlinge aus Blankenburg

DAS LAGER IST DAS PROBLEM

Asylbewerber, Asylbewerberinnen Vom 4. bis 31. Oktober haben wir gestreikt und haben unsere Forderungen an die Lagerbehörden gegeben. Aber bis heute haben wir in unserer Sache nichts gewonnen. Sie lassen uns glauben, dass es eine Veränderung gibt, aber in Wirklichkeit hat sich nichts verändert. Im Gegenteil, die Autoritäten setzen uns unter Druck, drei von uns wurden unter Zwang transferiert. Aber wir Asylbewerber, wir haben uns nicht niedermachen lassen. Wir haben unsere Forderungen ins Parlament gebracht. Das Parlament spricht über eine unabhängige Kommission, aber wir denken, dass wir Asylbewerber selber die Kommission sind. Das sind wir, die wir über Jahre die Bewohner des Lagers sind. Heute wollen wir konkrete Antworten, keine Kommission und leere Versprechungen.

Wir sind des Lebens im Lager müde.

Wir wollen nicht mehr im Lager leben. Wir wollen nicht mehr in Blankenburg leben und fordern die Schließung des Lagers. Asylbewerber, Asylbewerberinnen kommt zur Demonstration am Montag, den 20 November. Es ist sehr wichtig und deswegen seid ihr alle eingeladen aus euren Zimmern zu kommen, um zusammen um 9 Uhr zum Sozialamt (Service Point) zu gehen. Wir fordern die Rechte, die uns zustehen. Die Demo wird in der Stadt weitergehen und um 13:30 Uhr werden Autos kommen, um uns in die Stadt zu bringen.

Brüder und Schwestern, ihr braucht keine Angst zu haben. Jeder Asylbewerber hat das Recht, zu demonstrieren, wenn er schlecht behandelt wird.

Das, was wir machen ist unser Recht.

Diesen Montag wird es im Parlament eine Entscheidung geben. Wir sind herzlich eingeladen uns die Entscheidung im Parlament anzuhören.

# # # # # # # # # # weiteres Flugblatt # # # # # # # # # #

Vom 4. bis zum 31. Oktober befanden sich die Flüchtlinge des 7 Kilometer von Oldenburg entfernten Abschiebelagers Blankenburg im Streik. An dem Streik waren ca. 200 Menschen beteiligt, d.h. nahezu alle Flüchtlinge, die permanent im Lager leben. Auf der Vollversammlung der Bewohner und Bewohnerinnen der ZAAB Blankenburg und ihrer UnterstützerInnen wurde beschlossen, den Streik vorerst auszusetzen. Dieser Streik, der über 4 Wochen geführt wurde, ist in der Geschichte des Widerstands gegen die repressive Asylpolitik in Deutschland und die damit zusammenhängende Lagerunterbringung einmalig.

Der Streik war umso bemerkenswerter als er trotz massiver Einschüchterung durch den Leiter der ZAAB Oldenburg Herr Lüttgau, mit nächtlichen Wohnungsdurchsuchungen, verstärkten Botschaftsvorführungen und der Umverteilung aktiver Streikenden so lange und erfolgreich geführt wurde. Die Verhältnisse haben sich jedoch noch nicht geändert, deswegen wird der Widerstand weitergehen. Und das nicht nur in Oldenburg: Auch im Abschiebelager Bramsche/Hesepe, Außenstelle des Lagers in Blankenburg, organisiert sich Widerstand, der in einem ersten symbolischen Warnstreik am 8.11.2006 öffentlich wurde. Was sich durch den Streik verändert hat ist, dass das Thema in der Oldenburger Öffentlichkeit präsent ist. So wird zum Beispiel am Montag, den 20.11.06, in der Ratssitzung über eine Resolution zum Lager in Blankenburg verhandelt werden, da auf der letzten Sitzung keine Einigung erzielt wurde. Es ist zu erwarten, dass in der Resolution ein Appell für Verbesserung der Lebensbedingungen im Lager an die niedersächsische Landesregierung enthalten sein wird. Außerdem könnten auch Vorschläge für konkrete Verbesserungen in der Resolution thematisiert werden, die auf kommunaler Ebene realisiert werden können, wie zum Beispiel der Ausbau der Busverbindung um die soziale Isolation zu verringern. Voraussichtlich wird auch eine Kommission gefordert, die aus Sozialverbänden, Kirchen und der Ärztekammer bestehen soll. Aufgabe dieser Kommission ist die Situation zu „befrieden“, nicht jedoch den Forderungen der Flüchtlinge Nachdruck zu verleihen, um eine wirkliche Veränderung der Verhältnisse zu erreichen.

Um die Ratsmitglieder mit dieser Entscheidung nicht in ihrem stillen Kämmerlein alleine zu lassen, wollen wir sie durch unsere Präsenz ermutigen eine Resolution zu verabschieden, die den Forderungen der Flüchtlinge gerecht wird. Gleichzeitig wollen wir aber auch deutlich machen, dass sowohl Resolutionen als auch eventuell anstehende Reformen, die auf einzelne Missstände innerhalb des Lagers zielen, nicht den Kern des Problems treffen. Sie ändern nichts daran, dass grundsätzlich die Unterbringung in Lagern menschenfeindlich ist. Die konkrete Verbesserung der Lebensbedingungen in Blankenburg ist notwendig, kann jedoch nur ein Schritt auf dem Weg zur Schließung des Lagers sein.

20.November 06 15 h
Kundgebung am Lefferseck (Lange Straße Ecke Achternstraße)
20.November 18 h Ratssitzung im Kulturzentrum PFL (Peter Friedrich Ludwigs Hospital) (Peterstraße 3)

Abschiebungen stoppen!

Lager dichtmachen!

Gleiche Rechte für alle!

Language: 
Campaign: 

Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:
Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer
: 40 30 780 800
GLS Gemeinschaftsbank eG
BLZ: 430 609 67

IBAN: DE28430609674030780800
BIC: GENODEM1GLS

Events

M T W T F S S
1
 
2
 
3
 
4
 
5
 
6
 
7
 
8
 
9
 
10
 
11
 
12
 
13
 
14
 
15
 
16
 
17
 
18
 
19
 
20
 
21
 
22
 
23
 
24
 
25
 
26
 
27
 
28
 
29
 
30
 
31
 
 
 
 
 

Syndicate

Subscribe to Syndicate