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Die Flüchtlingsfrauenkonferenz 19.04. – 21.04.2013 in Hamburg

„Flüchtlingsfrauen sagen: Es reicht! Von der Flüchtlingsfrauenkonferenz zum Tribunal in Berlin

Listen to radio broadcast from April 26, 2013 Artikel aus der Presse

Liebe Freundinnen und Schwestern,

vom 19. bis zum 21. April 2013 hat die Flüchtlingsfrauenkonferenz in Hamburg stattgefunden. Es haben über 130 Flüchtlingsfrauen aus Afghanistan, Ägypten, Algerien, Äthiopien, Brasilien, Deutschland, Elfenbeinküste, Frankreich, Gambia, Guinea, Indien, Iran, Kamerun, Kenia, Kongo, Kosovo, Kurdistan, Mali, Mazedonien, Mexico, Nigeria, Pakis-tan, Russland, Serbien, Sudan, Syrien, Togo, Türkei und Uganda teilgenommen. Nach einer kraftvollen Vorstellungsrunde am Samstag, bei der jede Frau neben ihrem Namen ihr Herkunftsland und ihre Stadt in Deutschland benannten und mit einer Fahne auf einer Weltkarte und einer Deutschlandkarte markierten, gab es verschiedene Impulsreferate von Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen zu den Themen: „Warum diese Flüchtlingsfrauenkonferenz zum jetzigen Zeitpunkt?“, „Was sind Fluchtgründe von Frauen“ und einer sehr persönlichen Geschichte einer jungen Frau aus Dagestan, die ihren Kampf um Aufenthalt und selbständiges Leben hier in Deutschland schilderte.

Im Anschluss daran ergriffen mehrere Flüchtlingsfrauen das Mikrophon und erzählten ihre Geschichte, ihre Fluchtgründe sowie die Zustände in ihren Heimatländern und in den Lagern und Heimen in Deutschland. Sie benannten die Trennung von ihrer Familie innerhalb Deutschlands, die menschenunwürdigen Unterbringungen in Heimen, Lagern und Dörfern, die mangelnde Versorgung mit Deutschkursen, das Fehlen der Arbeitserlaubnis, die Residenzpflicht sowie den täglichen Kampf, mit wenig Geld bzw. mit Gutscheinen ein Leben bestreiten zu müssen. Hinzu kommen der alltägliche Rassismus und die (sexuelle) Gewalt. Frauenspezifische Fluchtgründe wie die Genitalverstümmelung, (sexuelle) Gewalt in den Herkunftsländern sowie politische Aktivität und drohende Gefängnisstrafen waren Gegenstand der Redebeiträge. Eine von Abschiebung bedrohte Freundin erfuhr starke Solidarität und hat durch die Flüchtlingsfrauenkonferenz wieder Kraft gefunden, ihren persönlichen Kampf für ein Recht auf Asyl aufzunehmen.

Am Sonntag wurde eine Grußbotschaft von Olesia Lahmar Cherif, die akut von Abschiebung bedroht ist und sich aufgrund dieses Drucks in einer schlechten psychischen Verfassung befindet, vorgelesen. Hieraus entstand die gemeinsam verabschiedete Position der Konferenz, eine Solidaritätserklärung im Namen der Flüchtlingsfrauenkonferenz zu schreiben.

Die Teilnehmerinnen der Konferenz haben beschlossen, unter dem Namen „KARAWANE Flüchtlingsfrauenbewegung“ den gemeinsamen Kampf fortzusetzen. Es wurde eine Koordinierungsgruppe gebildet, die sich regelmäßig trifft und die von der Konferenz beschlossene Flüchtlingsfrauenkonferenz 2014 vorbereitet.

The Voices #11 - Refugee Woman Conference
Listen to radio broadcast on reboot fm

Mit den Ergebnissen der Konferenz gehen alle Frauen zurück in ihre Städte und werden dort berichten. Zum Tribunal in Berlin vom 13. – 16.06.2013 wird es eine Erklärung sowie Anklagen von den Frauen geben.

The CARAVAN Refugee Women Movement

1. Mai 2013

Kontakt: refugeewomanconference ät thecaravan.info

# # #Presseartikel zu der Flüchtlingsfrauenkonferenz # # #:

«You don’t go back to your Lager!»
Aufrufe zum Durchhalten von und an Flüchtlingsfrauen
Die erste österreichische Boulevardzeitung AUGUSTIN, 15.05.2013
http://www.augustin.or.at/article2246.htm

Isolation überwinden
Junge Welt, 26.04.2013 / Feminismus / Seite 15
http://www.jungewelt.de/2013/04-26/009.php

Mülteci kadınlar Almanya’yı yargılıyor
Hürriyet Europa, 23. April 2013
www.hurriyet.de

Mülteci kadınlar örgütleniyor
YENİ ÖZGÜR POLİTİKA, 23. April 2013 / 23 Nisan 2013
www.yeniozgurpolitika.org

Mülteci Kadın Konferansı devam ediyor
Etkin Haber Ajansı – 21. April 2013/ 21 Nisan 2013 Pazar
www.etha.com.tr

Mülteci Kadın Konferansı sonuçlandı
AveG-KON - 21. April 2013/ 21 Nisan 2013 Pazar
www.avegkon.org

Die Opferrolle abstreifen
Neues Deutschland, 19.04.2013, Inland
www.neues-deutschland.de

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Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

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